Freitag musste ich relativ früh mit meinem Chef zu einem Kunden fahren. Wir verbrachten viel Zeit mit dem Durchmessen von Leitungen, dem Setzen von Dosen und dem, was wir den lieben langen Tag so machen. Bis zum Feierabend schafften wir es nicht in die Firma und so wünschte ich meinem Azubi in guter Manier übers Telefon ein schönes Wochenende.
Heute besprachen wir was während meiner Abwesenheit alles in der Firma vorging. Kunden, erledigte Aufgaben, neue Aufträge und so weiter. Unter anderem erzählte er mir, das unser Jahrespraktikant sich ein ordentliches Ding geleistet hatte. Bevor ich zum Kunden fuhr, war ich dabei ein paar Geräte mit einem Multimeter durchzumessen. Jahresprakti wollte sich daran wohl ein Beispiel nehmen und auch ein paar Sachen durchmessen. Normalerweise finde ich es ja gut, wenn man aus eigenem Antrieb “Sachen” entdecken will, aber wenn es das Durchmessen eines eingesteckten “PC-Stromkabel“, welches bekanntlich 230Volt führt , dann halte ich das für schlichweg bescheuert. Glücklicherweise haben die Hersteller dieser Geräte an solche Fälle gedacht und haben Multimeter mit Sicherungen ausgestattet. PENG. Die Sicherung hat bestens funktioniert und Jahresprakti ist wohlauf….glaube ich.
Morgen ist Jahresprakti wieder im Betrieb, dann werde ich ihn mal drauf ansprechen, das er gerne Experimentieren kann, aber uns vorher fragen oder zumindest seinen Kopf einschalten sollte. Hätte auch schief gehen können.
Mein momentaner Praktikant stellt sich etwas tollpatschig an und erinnerte mich an einen Praktikanten, den ich vor einigen Monaten mal hatte. Er hatte von mir die Aufgabe bekommen, die ausgedruckten Rechnungen zu falten und versandfertig zu machen. Im Klartext, Rechnung dritteln, mit Adresse zum Sichtfenster in den Umschlag schieben, zu machen, Briefmarke drauf und fertig.
Anscheinend hatte er es nie gelernt und war zu schüchtern nach zu fragen. Denn er viertelte die Rechnungen, also faltete sie einmal längs und einmal quer, stecke dann die Rechnung samt der Briefmarke in den Umschlag und klebte diesen dann zu. Das ist zwar sicher auch eine Methode aber leider eine ohne Erfolgsgarantie .
Heute war es endlich so weit. Die Zwischenprüfung. Endlich durfte ich sie schreiben. Nachdem die IHK es nicht gebacken bekommen hat, mich in ihre Unterlagen auf zu nehmen und ich vor 6 Monaten im Prüfraum saß und man mir mitteilte, dass ich angeblich gar keinen Ausbildungsvertrag hätte, durfte ich heute die Zwischenprüfung scheiben. Klingt das eigentlich so, als ob ich mich freuen würde?
Ich bin gespannt was draus wird.
Heutiges Topgespräch zwischen mir und einen meiner Praktikanten. Er prahlte einmal mehr damit, was er alles zuhause hat….
Er: Ich hab zu hause auch einen Nintendo DS.
Ich: Mir egal.
Er:…und eine PSP hab ich auch…
Ich: Grml mir egahal….
Er: …und einen 28 Zoll Fernseher… und
Ich: Und ich habe 19 Zentimeter und eine Freundin.
Er: *Stille*… wie 19 Zentimeter?….Bildschirm oder was ?
Es ist wirklich unfassbar, wie man sich den ganzen Tag daran aufgeilen kann, was man alles zuhause von Mama und Papa in den Hintern gesteckt bekommen hat. Aber ok, wenn man sonst nichts hat.
NichtLustig.de
Leider bin ich noch nicht im Besitz eines Nichtlustig-Buchs. Also begnüge ich mich mit den wirklich genialen Cartoons auf Nichtlustig.de von Joscha Sauer. Wie man lesen kann, ist auch eine Zeichentrickserie in der Mache, zu der es einen Trailer gibt.
Ich finde den witzig. Und manche Figuren haben genau die Stimmen die ich mir immer zu ihnen vorgestellt habe.