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Wochenende: Oberhausen

von on Mittwoch, 19 November, 2008

Freitag habe ich mir von meinen über 30 Urlaubstagen erlaubt, einen Halben zu nehmen, damit wir rechtzeitig aufbrechen konnten. Für die fahrt habe ich meinen alten MP3-Diskman ausgegraben und irgendwelche wirklich alten MP3-Discs mitgenommen. Es ist wirklich erstaunlich , was man alles mit Musik in Verbindung bringt. Die Songs auf diesen Discs hatte ich ewig nicht mehr gehört, könnte mich aber sofort an die Zeit und an die eventuell damit verbundenen Gefühle erinnern, als ich sie hörte.
Es war sehr entspannend mit angenehmer Musik über die Autobahn gefahren zu werden. Wann habe ich mich das letzte mal fahren lassen?

In Oberhausen angekommen erwartete uns das übliche Problem in großen Städten. Die Städte haben anscheinend nie Geld für Straßenschilder. Also kämpfte sich Stiefschwiegervater unter den besonders hilfreichen Kommentaren von Schwiegermuttern durch den Verkehr. Trotz dessen sind wir heil angekommen.

Uns erwartete das 3-Sterne(***s) Tryp Hotel. Wofür das “s” hintern den Sternen steht haben wir nicht ganz rausfinden können. Eingechekt und ab aufs Zimmer. Die Zimmer waren in Ordnung. Das Einzige was zu bemängeln war, waren diese urhässlichen Bilder die in den Zimmer und auf den Fluren des Hotels an den Wänden hingen. Irgendein Künster hat sich sicher damit dumm verdient und irgendein Blinder hat sich dumm bezahlt.

Nach der Begutachtung unseres Zimmers haben wir uns Fertig gemacht für Tanz der Vampire. Ich hab meine Liebste natürlich im Anzug ausgeführt hehe. Das Musical wird zur Zeit im Metronom Theater aufgeführt und… Junge Junge wenn man, wie unsereins, aus Ostfriesland kommt und so einen Klotz an Theater sieht, kommt man doch schon ins Staunen.

Rein gehts und Plätze suchen. Tja Überraschung. Auf unseren Plätzen saßen schon welche die sich glücklicherweise schnell mit den Worten “Naja es kann ja mal sein das murmel murmel murmel” aus dem Staub gemacht haben. Jaja sich ne günstige Karte kaufen und dann versuchen sich Teure Plätze zu erschleichen. Nicht mit uns.

Es geht los. An dieser Stelle müsste ich normalerweise schreiben, wie toll doch das Musical ist und wie toll dies und wie toll das aber das lasse ich, denn das Musical war einfach spitze. Jeder der Interesse daran hat sollte es sich lieber selber ansehen als sich mein Gefasel durch zu lesen. Ich möchte nur sagen das, auch wenn ich kein Musicalfan bin, dass Musical gerne noch eine Stunde hätte länger sein können. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe selten ein solches auch technisches Spektakel auf einer Bühne gesehen. Es war ein wirklich schöner Abend.

Nach einem wirklich ausgiebigen Frühstück, mit allem was man sich vorstellen kann, ging es los in den zweiten Tag in Oberhausen. Aufgrund dessen, dass sich unser Hotel direkt gegen über vom Centr0 befand, einem verdammt großen ganz-viele-kleine-und-große-Geschäfte-in-einem, wurde unser zweiter Tag zum Shoppingtag erklärt. Trotz der enormen Größe dieses Komplexes, fand sich im Inneren fast in gleichbleibender Reihenfolge folgendes: Klamotten-Parfum-Kram den niemand braucht-Kleinkram den niemand braucht-Klamotten-Parfum…. usw.  Und das war nur das Erdgeschoss. Im ersten Stock war es etwas abwechselungsreicher. Die Reihenfolge wurde zum Glück zum Beispiel durch einen Legoshop, welcher unverschämt teuer war oder eine wirklich großen Thalia-Buchhandlung unterbrochen. Endlich mal was wirklich Interessantes. Zwar erblickte ich in einem der Klamottenläden für einen kurzen Moment Giovanni und Jana Ina, aber hey, ich sagte “etwas wirklich Interessantes”.

In der Buchhandlung entschloss ich mich, meine NichtLustig-Bibliothek, welche bis dato nur aus NichtLustig4 bestand, durch den ersten und dritten Teil auf zu stocken.

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Nach der Buchhandlung habe ich mich mit Stiefschwi… Peter… habe ich mich mit Peter abgesetzt und wir suchten uns einen Biergarten. Hier haben wir uns erstmal jeder zwei 1liter-Hefeweizen genehmigt. Welch eine Wohltat. Rund um das Centr0 (Leet-speech?) hatte am selben Tag der Weihnachtsmarkt eröffnet. Am 15.11? Weihnachten? Naja müssen die ja wissen. Seltsamer Weise, gab es unweit von uns auch etwas weihnachtsuntypisches, nämlich Kibbelinge. Ob das nun was mit Weichnachten zu tun hat oder nicht war mir egal. Die Kibbelinge kamen gerade recht. Dannach haben uns unsere Frauen wider abgeholt. Sally und ich gingen noch durch den Saturn und dann zurück ins Hotel. Hier angekommen, taten die schlaflose Nacht durch die übelweichen Betten und das Bier ihr Übriges.

Nach 2 Stunden Halbschlaf und seltsamen Fernsehprogramms bekam ich hunger. Ich rief den Portie an und fragte ihn nach einem Pizzabringdienst. Er gab mir zwei Nummern mit der Bemerkung “Das leidige Thema Oberhausen und Pizza nach 22Uhr. Hier werden die Bürgersteige früher hochgeklappt als sie denken”. Er sollte recht behalten. Insgesamt habe ich ihn drei Mal angerufen und von ihm sieben Nummern bekommen, die alle zu dieser Uhrzeit nicht mehr liefern wollten oder schon gar nicht mehr zu erreichen waren. SUPER. Selbst die Auskunft konnte mir nicht weiter helfen. In Sachen Pizza scheint Oberhausen ein Kaff zu sein. Zum Glück befand sich eim Burger King fast auf der anderen Straßenseite und so musste ich nicht ganz hungrig schlafen gehen.

Und da war es auch schon wieder Sonntag. Wir musste um 12Uhr auschecken, ließen es uns aber nicht nehemn nochmal vorher kräftig beim all-you-can-eat Frühstück zu zuschlagen. Ich muss wirklich sagen, dass ich noch nie so gut gefrühstückt habe.

Mein Fazit aus diesem Wochenende: Das Musical hat sich wirklich gelohnt und ich bin auch nicht abgeneigt es mir ein weiteres Mal an zu sehen.
Wer viel Zeit, Geld und Nerven hat sollte sich das Centr0 mal von innen ansehen.
Die CitiBank hat mir 4.99€ abgenommen weil ich Geld über Ihren Automaten bezogen habe. An dieser Stelle einen grimmigen Blick an einen mir bekannten Mitarbeiter dieser Bank. Meine Bank hat mir 4.99 abgeknöpft weil ich mir Geld an einem Automaten der Citibank gezogen habe.
Pizza und Straßenschilder sind ein Problem in Oberhausen

Alles in Allem hat mir das Wochenende aber sehr gefallen und ich freunde mich mit dem Gedanken an, öfters mal ein Wochenende irgendwo in einem Hotel in Deutschland zu verbringen.

Anm.: Wie ich gerade gelesen habe, ist das Centr0 sogar Europas größtes Einkaufszentrum. Was soll man als Ostfriese zu so etwas sagen ausser, großer Komplex mit vielen kleinen Geschäften drin

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