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Konzert: Sodom im Zollhaus

von on Dienstag, 7 April, 2009

Sodom-Fans sind Idioten.

Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, aber der Haufen, welcher sich im Zollhaus einfand, bestand größten Teils aus solchen. Es fing damit an, dass in den Toiletten wärend des Konzerts gekifft worden ist und hörte damit auf, das stark agressive Betrunkene in den ersten Reihen meinten, alles und jeden brutal angreifen zu dürfen, der in ihr Areal eindrang.

Wenn man es bestimmt ablehnt, an einem  (idiotischen) Circlepit ‘mit zu wirken’, hat das weniger dazu zu tun, dass man ein Weichei ist, sondern viel mehr, dass man bei reinem Menschenverstand ist. Leider wollte ein Sodomanhänger dies nicht ganz einsehen und drohte mir mehrfach durch eindeutige Gesten und Herumschubsen Prügel an.

Das Metal schon immer als härtere Szene gilt und angesehen wird, ist wohl bekannt. Allerdings hat sich diese Szene ins extreme gewandelt. Die Toleranz und Rücksicht, welche man sonst auf dem einen oder anderen Konzert noch beobachten konnte, wurde vollständig über board geworfen. Trägt man beispielsweise das falsche Bandshirt auf einem Konzert, waren es früher vielleicht seltsame oder gar strafende Blicke. Heute wird man angepöbelt und wenn man pech hat aufgemischt. Auch das Verhalten der Liebhaber von Crowdsurfen oder Mosh- und Circlepits ist rücksichtsloser als je zuvor. Hauptsache ich hab meinen Spaß, hauptsache ich bin so besoffen das ich andere damit belästige und hauptsache ich trete jemanden mit meinen Springern in die Fresse. Nach solchen Konzerten hört man immer häufiger in den ‘Gesprächsgruppen’ vor dem Veranstalltungsort, wie sich darüber unterhalten wird, wie geil es doch war, als der böse Obermetaller der Gruppe jemanden durch seine überflüssige Verhaltensweise bedrängt oder gar verletzt hat.

Ich finde es traurig, das man mittlerweile nicht mehr auf ein Konzert gehen kann, um sich einfach nur die Bands an zu schauen. Jeder Arsch muss zeigen wie cool er ist, in dem er Crowdsurfing ‘betreibt’ und alle mitbeteiligten müssen aufpassen, dass sie von den Idioten nichts abbekommen. Des Weiteren müssen die dicken Panzerfans immer mehr zeigen, was für Affen sie sind und fangen an , sich vor der Bühne zu prügeln. Im schlimmsten Fall, ziehen sie Unbeteiligte mit ins geschehen mit ein, weil sie Spaß daran haben, schwächere zu verprügeln. Pogen ist das in meinen Augen nicht mehr.

Thema Saufen. Mir ist aufgefallen, das Kozerte immer häufiger von meist dickeren Fans heimgesucht werden, die sich dermaßen zu schütten, dass sie nur noch als wankendes Hinderniss in mitten des Publikums stehen. Vorsicht ist geboten wenn man dieses Hinderniss versehentlich berüht. Diese Menschen neigen dann nämlich dazu, wild aus zu schlagen, egal ob der Kontakt gewollt oder versehentlich zu Stande kam.

Mein nächsten Konzerte werden in Oberhausen stattfinden. Ich bin gespannt, ob sich dieses affige Verhalten nur auf Kleinstädte bezieht oder ob es in deutschen Weltmetropolen ähnlich zugeht.

Cebit 2009

von on Donnerstag, 5 März, 2009

Da bin ich wieder!

Das war sie also, die Cebit 2009. Irgendwie war es wie immer. In der einen Halle überbieten sich die Aussteller mit noch fetterer Hardware, die man auch ohne weiteres anstelle der Zentralheizung in den Keller stellen könnte und in der nächsten Halle, unterbieten sie sich, wer denn die kleinste Hardware hat. Gott sei Dank hat dieser Blödsinn mit “Green IT” stark abgenommen. Letztes Jahr war jeder Stand mit Pflanzen überdeckt und in grün gestrichen. Da fiel es einem schon sehr schwer, zu glauben, dass ein Rechner mit 8 Prozessoren und 4 Grafikkarten, betrieben von zwei 1kW-Netzteilen ein Stromsparwunder sein soll.

Achja! Dieses Jahr gab es erstaunlich viele Guitar Hero- und 3D-Monitorstände. Natürlich durften die leichtbekleideten Damen, die sich im Stile von WoW und anderen Spielen kleideten, nicht fehlen. Und natürlich waren diese auch stehst von Nerds umegeben, die unbedingt ein Foto mit ihnen machen wollten.

Ich würde jetzt gerne ein paar Bilder posten, aber da ich diese mit Sallys Kamera gemacht habe und diese sich bei ihr befindet, linke ich einfach auf ihren Artikel ;) . Wenn mir ihre Speicherkarte in die Hände fällt, werde ich noch das ein oder andere Bild zur Schau stellen.

Fazit? Die Cebit war wie immer, bloß dieses Mal sind wir mit platten Füßen UND Werbegeschenken nach Hause gegangen.

Buch: Wir hauen ab! Eine Familie unter Segeln

von on Sonntag, 5 Oktober, 2008

“Alles ist möglich, man muss es nur wollen”, heißt die Devise von Bernd, 40, Susanne, 39, Daniel, 16, Mike, 5, und Maria, 4, nachdem sie ihre gesamte Habe in Oldenburg verkauft und alle Versicherungen gekündigt haben und auf ihrer NIS RANDERS Kurs Süd in eine ungewisse Zukunft aufgebrochen sind.Ganz ohne Zweifel ist ihr spannender Bericht über die 750 Tage lange Reise, während der sie 26 000 Seemeilen zurücklegen und einmal die Welt umsegeln, ein aufregendes Abenteuerbuch, das man biszur letzten Seite genießt, denn vom blutigen Anfänger zum souveränen Seemann mutiert der Skipper erst, nachdem die 10-Meter-Stahlyacht als zweitkleinster Teilnehmer der Atlantic Rally for Cruisers über den Großen Teich geschippert ist und auch erst nachdem die Crew alles erlebt und erlitten hat, was einem auf den Meeren dieser Welt an Unvorhersehbarem zustoßen kann.
Dieses Buch ist aber noch viel mehr! Es ist die Geschichte eines pubertierenden Jungen, der sich auf diesem Weg vom sogenannten Schulversager zu einem verantwortungsbewussten jungen Mann entwickelt; es erzählt die Story, wie Vater und Sohn allmählich zu Freunden und echten Partnern werden; es ist ein gelungenes Beispiel für kindgerechtes Segeln und eine unverzichtbare Lektüre für alle, die einen solchen Törn noch vor sich haben oder wenigstens davon träumen.

“Segelt gefälligst weiter” war einer meiner ersten Gedanken als ich das Buch durchgelesen hatte. Ich fand es sehr schade, dass das Buch “plötzlich” zuende war. Mir hat das Abendteuer der Familie Mansholt sehr gefallen und auch viel Spaß gemacht.
Wenn man dieses Buch liest, kommt einen sehr oft der Gedanke, ” verdammt, ich packe meine Sachen und mach das auch!”. Es ist wirklich schön zu lesen, wie die unerfahrenen Landratten auf ihrer Reise zu alten Haudegen der Seefahrt werden, wie sie Kulturen und Bräuche anderer Länder entdecken und deren Menschen kennenlernen. Es ist auch sehr spannend, mitzuerleben, wie sie an ihren Aufgaben wachsen und Situationen nach und nach immer suveräner meistern.

Wir hauen ab!” Ist sehr sachlich aber auch mit einer ordentlichen Priese Humor geschrieben. Man kann sich in die vielen Situationen, die erlebt werden,  gut versetzen. In dem Buch finden sich auch 16 Seiten mit Bildern von der Weltumsegelung, welche nur erahnen lassen, was Sie alles auf ihrer Reise an schönen Dingen sehen konnten.

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