Archive for category Kunden

Profisupport?

von on Mittwoch, 6 April, 2011

Ich weiss nicht ganz, was ich von dieser Antwortmail halten soll. Das Problem lag definitiv bei der Software, deren Support ich anrief.

Entweder wollte der Support es sich einfach machen oder aber es war sein/ihr erster Tag. Stilvoller wäre es natürlich gewesen, wenn in der Antwortmail ein Link auf Let Me Google It For You gewesen wäre ;)

Dieser scheiß Computer

von on Montag, 28 März, 2011

Kaum ein anderes Gerät wird für die eigene Unfähigkeit so sehr Verantwortlich gemacht, als ein Computer. Wie oft durfte ich mir in meinem Berufsleben schon Sätze anhören wie “Diese Scheißkiste macht doch eh was sie will”, “Ich hau’ den Drecksrechner gleich gegen die Wand, wenn er nicht das macht was ich von ihm will” oder auch gerne “Diese Mistdinger machen nur Probleme”.

Haben Menschen an diese Zauberkisten zu hohe Anforderungen oder wollen sie sich einfach nicht eingestehen, dass sie nur jemanden um Hilfe bitten müssten der sich damit auskennt, damit ihr ‘simples’ Problem gelöst wird?

Vielleicht denken sich die Menschen auch einfach “Dieses Zauberzeug ist so modern, das muss einfach von sich aus funktionieren… Anders kann ich mir folgende Fälle auch nicht erklären.

Fall1:
O-Ton Kundin: “Diese Scheißkiste macht nicht was ich will und dieses Winzip ist scheiße!!
Was war passiert?
Die Kundin wollte eine Datei “zippen”, sie also kompremieren(1). Sie wählte also die zu packende Datei aus, zippte sie und holte die gezippte Datei wieder aus dem Archiv raus und löschte dann dieses Archiv. Kurum: Datei klein, Datei wieder groß, blöder Computer

Fall2:
O-Ton Kunde: “Hier, die Scheiße mit dem WLAN geht nicht. Ich kann die blöde Kiste 1000 Mal neustarten und der Rotz will sich nicht verbinden.
Was war passiert?
Der Kunde hatte sich einen Internetzugang bestellt und dazu einen “normalen” Router ohne Wlan bekommen. Wir haben den Zugang eingerichten und alles so konfiguriert, wie er es wollte. Natürlich haben wir ihm auch gesagt, das wenn er WLAN haben will, er noch ein extra Gerät dazu brauchen würde. Aber das schien er wohl überhört oder vergessen zu haben…

Fall3:
O-Ton Kunde: “Ich will nur eine scheiß Email verschicken und das verdammte Programm will einfach nicht
Was war passiert?
Nach kurzem Hin und Her stellte ich die alles entscheidende Frage “Haben Sie überhaupt eine Emailadresse oder ein Emailkonto konfiguriert bzw angelegt?”. Das darauffolgende “Nein, muss ich das etwa?!” hatte ich mir in dem Moment schon fast gedacht.

Fall4:
O-Ton Kundin: “Sie waren doch jetzt so lange bei uns zu gange und das mit dem Internet geht immernoch nicht!
Was War passiert?
Wir mussten bei einer Kundin einen Telefonanschluss von einem in den anderen Raum umlegen. Aufgrund von verwirrender uralt Weltkriegsverkabelung hatte dies etwas mehr Zeit als üblich in Anspruch genommen. Bei der Auftragsannahme war allerdings keine Rede von einem  Internetanschluss, geschweigedenn gab vorort weder Router noch Modem. Daher musste ich die Frage einfach stellen, “Haben Sie überhaupt einen Internetanschluss?” Antwort: “Nein, braucht man den dazu?”
AAAAAAAAAHHHHH!
Wie musste ich mir das Vorstellen? Die Kundin hat sich vor ihren Rechner gesetzt und hat zum Gerät sowas gesagt wie “Internet! AN!” ???

 

Kunde: Telekom, Leitungsprobleme

von on Donnerstag, 18 November, 2010

Beruflich habe ich sehr viel mit der Telekom zu tun. So viel, das ich die Wartemusik der Dienstleitungstelefonhilfe (Neudeutsch Servicehotline) mit pfeifen und nicht mehr hören kann!

Meine Kunden hatten vor Kurzem DSL beantragt und dieses auch freigeschaltet bekommen. Sie beauftragte uns, den Router und ihren Rechner so zu konfigurieren, dass diese sich per DSL mit dem Internet verbinden. Normalerweise nichts leichter als das. Blöderweise wollte sich die gemietete Hardware der Telekom, ja, Router muss man mittlerweile Mieten, einfach nicht synchronisieren. Nachdem wir die Dose geprüft, den Router gegen eine Fritzbox getauscht und Splitter ausgetauscht hatten, tat sich immer noch nichts.

Letztes Mittel: Die Telekom Hotline, 0800 330 2000.
Nach zehn Minuten Quälerei durch die endlos nervige Musik, versuchte ich insgesamt mit drei Telefonen jemanden von der Störungsstelle zu erreichen. Mehrere Telefone = Höhere Chance jemanden zu erreichen. Simpel.
Es hat lediglich 22 Minuten gedauert bis eine gelangweilte Frau sich meldete. Hey, nur 22 Minuten, nachdem ich gewöhnlich immer 40 Minuten warte, um dann automatisch aus der Leitung gekickt zu werden.
Nun denn, nachdem sie mir nochmal sagte, was ich bereits wusste und ihr schon erzählt hatte, schlug sie einen Neustart der Technik vor.
So ein Neustart, auch ‘Linereset‘ genannt, ist normalerweise das Allheilmittel. Normalerweise, wenn er denn gemacht wird.

Die Telekomdame schlug mir also einen Linereset vor und wollte mich nach eben diesem wider anrufen. Bei einem Linereset wird kurzzeitig die Leitung unterbrochen weshalb wir nicht hätten weitertelefonieren können.
Seltsamerweise haben wir aber weitertelefoniert, da ich nach ihrer Verabschiedung nicht aufgelegt habe sondern weiter in der Leitung geblieben bin. Sie dachte wohl ich hätte aufgelegt und hat ihr Headset abgenommen. Doof nur das ich mitbekommen habe was sie dann zu ihrer Kollegin sagte, nämlich: “…so der glaubt jetzt das ich irgendwas an der Technik mache… wollen wa eine roochen jehen?….“.
Die Tatsache, das ich weiterhin in der Leitung bleiben konnte, bis sie wieder an ihrem Arbeitsplatz war, bestätigt, das sie nichts veranlasst hat, da die Leitung ja eigentlich hätte unterbrochen werden müssen.

Als sie wieder an ihrem Arbeitsplatz war hörte ich wie sie das Headset wieder aufsetze, wohl bemerkte das die Leitung zu mir immer noch bestand und ich noch dran war. Mit einem “Oh..!” trennte sie schließlich die Verbindung um mich umgehen wieder anzurufen.

Jetzt kam das was ich schon erwartet hatte, sie sagte:”…ja da kann ich dann von hier auch nichts machen, muss ich einen Techniker rausschicken“.
Die Sache mit dem Techniker höre ich gar nicht gerne, weil ich schon viel zu oft erlebt habe, das ein Fehler definitiv bei der Telekom lag, der Techniker es aber so gedreht hat, das die Kundenhardware schuld wäre, um anschließend eine gesalzene Telekomrechnung zu schreiben. Natürlich kann man vieles unterstellen, aber alleine durch die  Tatsache das der Linereset auf so dubiose Weise nicht durchgeführt wurde und dann gleich mit einem Techniker ‘gedroht‘ wird, klingt das alles sehr unseriös und sehr nach ‘Arbeitsbeschaffung‘.

Und einmal mehr bleibt einem wieder ein Gedanke im Kopf hänge, “Scheiß Telekom“.

Kunde: Hacker

von on Montag, 15 November, 2010

Neulich kam eine Frau in den Laden und fragte mich, nachdem sie die Millennium Trilogie gelesen hatte, ob es wirklich so einfach sei, in fremde Computersysteme einzudringen. ‘Lisbeth Salander‘ würde mit Leichtigkeit, gerade zu fliegend auf alle Möglichen Systeme zugreifen können und wenn sie, ein fiktionaler Charakter in einem Buch, das könnte, dann müssten Menschen der Realen Welt das ja erst recht können.

Ich selber habe die Filme auch gesehen und es wird dem Zuschauer, wie sooft, vorgespielt, das Hacker die TOTALEN Überuser  sind, die jedes Betriebsystem beherschen, für die keine Firewall oder sonstiger Schutz ein Hinderniss darstellt und die manchmal sogar keine Eingabegeräte brauchem um zu hacken ;)

Ich habe versucht ihr zu erklären wie Hacker vorgehen, wie Trojaner funktionieren und was Viren so machen können. Nachdem sich ihr ungläubiger Blick nicht verbsserte sagte ich einfach “Das was in solchen Filmen gezeigt wird ist Blödsinn”. Ich glaube das war die einzige Antwort die sie hören wollte. Die ganzen Erklärungen hätte ich mir also sparen können ;)

Hack The Planet :)

Kunde: Das kann ja gar nicht

von on Donnerstag, 4 November, 2010

Gerade rief mich eine Frau an.
Ihr Problem bestand darin, das es für sie nach Eingabe des frisch gekauften Lizenzschlüssels ihrer Antiviren-Software, nicht möglich war diese zu aktivieren. Jedes Mal wenn sie diese (Zitat) “verflucht lange Nummer” eingegeben und alle weiteren benötigten Daten eingegeben hatte und diese bestätigte, sagte das Programm “Lizenzschlüssel inkorrekt”. Nachdem ich diesen vorgang mehrfach mit ihr durchging, machte ich den vorsclag, mich auf ihren Rechner aufzuschalten und mir das Problem einmal genauer anzusehen. Gesagt getan.

Leider gehört dieser Mensch zu jenen, die nicht verstehen wollen , das sie ihre Maus in Ruhe lassen sollen wenn sich jemand per Remote zur Hilfe aufgeschaltet hat. Es war ein echter Kampf umd die Maus, denn jedes Mal wenn ich mir irgendwas anschauen wollte zog sie die Maus weg um zum Beispiel ihr Emailprogramm oder um Ebay aufzurufen. GRRRR. Mit freundlichem Nachdruck überzeugte ich sie schliesslich doch noch, das ich gerade die Eingabegeräte benötigte um ihr helfen zu können.

Der Aktivierungsvorgang lief genau so ab wie zuvor schon per Telefon durchgesprochen. Der Lizenzschlüssel wollte allem anschein nicht richtig sein. Ich ließ ihn mir nochmal vorlesen und ahnte schon etwas. Sie sagte, “bei den Nullen sind da Striche durch.. das heisst ja dann, dass das ‘Os’ sind…im Datum stehen zwar bei 2Ø1Ø die Nullen auch mit einem Strich durch… aber das kann ja gar nicht sein.. dann wären das ja ‘Os’…haha…”

Ich versuchte sie davon zu überzeugen, das es sehr gängig sei, bei Lizenschlüsseln die aus Buchstaben und Zahlen bestehen eine Null immer mit einem Strich durch (Ø) zu schreiben, um so eine Verwechselung mit dem Buchstaben “O” auszuschliessen. Ihre Antwort war “..haha..das kann ja gar nicht…”. Im selben Zug tauschte ich die zwei sich im Lizenzschlüssel befindlichen und vermeindlichen Os gegen Nullen aus und oh Wunder, die Software konnte aktiviert werden.

Sie war ganz baff, das es jetzt funktionierte, bedankte sich und schloss das Telefonat ab mit “…aber eigentlich kann das ja nicht…”. AAAAAAAAAARRRRGH

Kunde: Scareware

von on Donnerstag, 21 Oktober, 2010

Ich wollte mir etwas mit dem Flashplayer ansehen, dann erschien ein Popup in dem auf englisch sowas wie ‘gratis Systemcheck’ stand…

Nachdem er der gratis Überprüfung zustimmte, verschwand sein Antivirenprogramm und wurde gegen ein englisches “Secruity Center” ausgetauscht.

Bei den Worten “…mit dem Flashplayer etwas ansehen…” und der darauffolgenden Infektion musste ich natürlich sofort an sowas wie ‘youporn’ oder ‘redtube’ und wie der ganze Klumpatsch heisst denken. Bekräftigt wurde mein Verdacht dann noch durch den Blick, welchen er erst auf seine Frau und dann auf mich richtete als er sagte, “..ich kann mir auch nicht erklären wo das herkommt…“.
Männliche Täter haben immer diesen Blick wenn Familienmitglieder anwesend und sie selber schuldbewusst sind, der sagen soll “sagen sie bitte nicht Pornoseite” ;) .

Was ist eigentlich Scareware?
Gut programmierte Scareware gibt sich oft als Virenscanner aus, welcher sich zufällige Dateinamen vom Rechner nimmt und panisch davor warnt, das diese mit einem Virus/Wurm/Trojaner befallen sei. Im gleichen Schritt bietet die Scareware an das Problem zu entfernen oder dieses zu ignorieren. Wählt man die Behebung an, fordert das Programm einen dazu auf eine Lizenz für diesen Fake-Virenscanner zu kaufen.  Bricht man den Kauf ab oder hat vorher schon auf Abbrechen bzw “Cancel” geklickt, ermahnt einen das Programm, dass die Infektion immernoch besteht und man doch lieber die Lizenz kaufen sollte damit das Problem behoben werden kann.

Mit der Zeit wurde Scareware immer ausgeklügelter. Besonders fiese Scareware versucht das öffnen des Taskmanagers und von Antiviren- und Antispywaresoftware zu unterbinden, warnt beim surfen bei fast jeder aufgerufenen Seite vor Virenbefall und leitet auf die Scareware-”Herstellerseite” um, um zum Kauf der ‘Lizenz’ zu animieren. Diese Lizenz wird oft für günstige 20-50$ angeboten. Besonders miese Scareware führt sich sogar im abgesicherten Modus aus und kann dann oft nur noch vom erfahrenen Fachmann entfernt werden. Stellt man sich mal vor, das auch nur 5% aller Benutzer von infizierten Rechnern diese Summen bezahlen, kommt ein gutes Sümmchen zusammen.

Wie wird man Scareware wieder los?
Für die Entfernung dieser Plagegeister gibt es leider keine Universallösung. Allerdings gibt es gute und vor alle (kosten)freie Software um der Lage Herr zu werden.

Hijackthis überprüft den Rechner und erstellt eine Logdatei welche man auf Hijackthis.de auswerten lassen kann. Die Auswertung greift auf die Erfahrung einer großen Community zurück. Natürlich bleibt es dem Anweder schlussendlich selber überlassen, was er löschen möchte.

Malwarebytes von Malwarebytes.org. Ein wirklich wirkungsvolles und sehr gründliches Programm zum Aufspühren und Entfernen von beinahe aller Art von Infektionen.

Spybot – Search and Destroy von safer-networking.org, findet oft noch verstecke Plagegeister die andere Programme nicht finden.

Mit diesen Programmen ist man schon sehr gut beraten. Natürlich will sich Scareware oft nicht so einfach entfernen lassen. In den meisten Fällen lauert die Scareware auf Prozessnamen von bekannten Entfernungsprogrammen. Sobald einer dieser Namen in der Taskliste auftaucht, wird er abgeschossen.

Wie also vorgehen?
Zuerst sollte man sich die Software über einen nichtinfizierten Rechner auf einen USB-Stick ziehen,
dann den infizierten Windowsrechner im “Abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern” starten,
danach die Software installieren und aktualisieren und
schlussendlich die einzelnen Progamme nacheinader durchlaufen lassen.

Sollte das oben beschriebene Problem auftauchen, das sich eines dieser Programme nicht ausfüren oder gar installieren lässt, muss man zu einem Trick greifen: Man nennt einfach die Setup-Datei um. Heisst die Installationdatei beispielsweise “HJTInstall.exe“, nennt man diese einfach in “Brot.exe” um. Wichtig ist dabei das die Dateiendung .EXE beibehalten wird.
Hat die Installation funktioniert, aber das Programm lässt sich nicht starten oder wird nach dem Start automatisch beendet, greift man ebenfalls zu dieser List. Man ruft den Programmordner auf, sucht die Hauptprogrammroutine auf und nennt diese ebenfalls um.

Wie schon gesagt, es gibt keine Universallösung , aber mit diesen Programmen ist man schon gut gerüstet.
Damit man erst gar nicht in eine solche Lage gerät gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten.
Nummer eins: Rechner weder mit dem Internet verbinden, noch fremde Speichermedien mit diesem verbinden.
Nummer Zwei: Aufpassen welche Seiten man besucht und mit welcher aktiven und passiven Software man surft.

Ich empfehle gerne den Firefox in Kombination mit den Addons ‘Addblock Plus‘ und ‘NoScript‘ und dazu den gratis Virenscanner ‘Avast Antivirus‘.

Und bitte, nur eine Antivirensoftware installieren und benutzen ;)

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