Archive for category Arbeit

Rechnung richtig falten

von on Donnerstag, 4 November, 2010

Okay, es scheint ein elementares Problem beim Falten von Rechnungen bzw. Briefen zu geben. Dies zeigt sich einerseit daran das meine letzten fünf Praktikanten sonstige Kunstwerke beim Falten erschaffen haben und andererseits an den vielen Suchanfragen auf meinem Blog, wie man denn nun eine Rechnung richtig faltet.

Ich selber falte schon seit Jahren den Klassiker, das “gedrittelte Anschreiben”.

Das zu faltende AnschreibenHier also DER Brief

Das Anschreiben so wölben, das drei gleichgroße Flächen entstehen….

Wenn die drei Flächen so ausgerichtet sind, das die obere und untere schmale Seite des Blatts an der mittleren Fläche anliegen, knickt man das Blatt wie auf dem Bild zu sehen. Wichtig dabei ist, das man an die Forder- und Rückseite des Anschreibens im Auge behält…

… zum Einen, damit man bei der Verwendung eines Fensterumschlags den Adressat gut lesen kann….

…und zum Anderen, weil es unprofessionel ist, wenn der Brief falschrum gefaltet wurde und der Text des Anschreibens beim Herrausnehmen aus dem Umschlag zuerst zu sehen ist anstelle des Adressaten.

So einfach kann das sein. Jetzt fehlt nur noch eine Briefmarke. Diese wird üblicherweise AUF der oberen rechten Ecke des Umschlags plaziert. Das schreibe ich, weil ich schon Praktikanten hatte, welche die Briefmarke IN den Umschlag geworfen haben…

Gehe Sie bitte mal auf unsere Website

von on Donnerstag, 11 März, 2010

Es ist jetzt bestimmt das 100.001 Mal, das ich während des Telefonats meinen Kopf auf die Tischkante gehauen habe. Wieso?

Wie ja bereits vom Entenmann (nochmal Entenmann) bekannt, benutzen wir, um Zeit und Geld zu sparen, ein von uns geschriebenes Remotesupport-Programm. Mit Diesem Programm ist es uns möglich, auf dem Rechner vom Kunden welcher Hilfe benötigt, zu zugreifen. Mit Hilfe dieses Zugriffs können wir an dem entsprechenden Rechner arbeiten, als säßen wir direkt davor. Damit dieser Zugriff zu standen kommen kann, muss der Kunde, nachdem er uns angerufen hat, wie folgt vorgehen.

1. Unsere Website Aufrufen
2. Gut Sichtbares Rettungsring-Symbol anklicken, um unsere Software runterzuladen
3. Nach dem Runterladen die Software ausführen und uns die dann angezeigte Sitzungs-ID durchgeben

An sich ein einfaches Unterfangen. Aber natürlich scheitern die meißten schon an Punkt 1. Ich weiss wirklich nicht, was daran so schwer sein soll, wenn ich sage “Öffnen Sie ihren Browser und geben sie in de Adresszeile ‘www.unsere-firma.de’ ein.” Seltsamerweise geben die meißten Kunden unsere Adresse nicht in die Adresszeile ein, sondern tippen irgendeine Blödsinnskombination, bestehend aus Firmenname und ihrer Schuhgröße oder sowas, ins Suchfeld ihres Browsers. Im besten Falle handelt es sich dabei um die Googlesuche, im schlimmsten Fall aber ist der Browser überladen mit Toolbars wie Icq, Ask, Msn und solcher Sachen. Leider ist es oft der schlimmste Fall und der Kunde klickt natürlich gleich das erste Suchergebniss, nämlich Werbung, an. Natürlich landet er dann auf irgendeiner Werbe- oder Preisvergleichsseite, welche natürlich gar nichts mit uns zu tun hat. Aber mach das mal dem Kunden klar.

Dann geht das Spielchen oft von vorne los: “Geben Sie bitte UNSERE Adresse in die ADRESSZEILE ein, das ist die Zeile bzw. das Eingabefeld in das Sie beispielsweise auch www.telekom.de oder sowas in der Art eintragen.” Auch beim zweiten Versuch funktioniert es nie. Ich frage mich wieso ich das immer zwei Mal mit den Kunden Probieren möchte ?! Wenn ich dem Kunden dann das Programm per Mail schicken möchte ist denen das oft auch zu kompliziert. Dann bleibt nichts weiter als hin zu fahren, das Problem zu beheben und im Anschluss unser Programm gut sichtbar und pregnant benannt auf dem Desktop ab zu legen. Danach folgt noch eine kleine Lehrstunde, was der Kunde machen muss damit wir beim nächsten Mal auf den Rechner zugreifen können, nämlich einen Doppelklick auf das gezeigte Symbol machen und uns die Nummer durchgeben. Leider ist selbst das einigen noch zu kompliziert…. :roll:

Messer, Schere, Licht ….

von on Montag, 8 März, 2010

Freitag musste ich relativ früh mit meinem Chef zu einem Kunden fahren. Wir verbrachten viel Zeit mit dem Durchmessen von Leitungen, dem Setzen von Dosen und dem, was wir den lieben langen Tag so machen. Bis zum Feierabend schafften wir es nicht in die Firma und so wünschte ich meinem Azubi in guter Manier übers Telefon ein schönes Wochenende.

Heute besprachen wir was während meiner Abwesenheit alles in der Firma vorging. Kunden, erledigte Aufgaben, neue Aufträge und so weiter. Unter anderem erzählte er mir, das unser Jahrespraktikant sich ein ordentliches Ding geleistet hatte. Bevor ich zum Kunden fuhr, war ich dabei ein paar Geräte mit einem Multimeter durchzumessen. Jahresprakti wollte sich daran wohl ein Beispiel nehmen und auch ein paar Sachen durchmessen. Normalerweise finde ich es ja gut, wenn man aus eigenem Antrieb “Sachen” entdecken will, aber wenn es das Durchmessen eines eingesteckten “PC-Stromkabel“, welches bekanntlich 230Volt führt , dann halte ich das für schlichweg bescheuert. Glücklicherweise haben die Hersteller dieser Geräte an solche Fälle gedacht und haben Multimeter mit Sicherungen ausgestattet. PENG. Die Sicherung hat bestens funktioniert und Jahresprakti ist wohlauf….glaube ich.

Morgen ist Jahresprakti wieder im Betrieb, dann werde ich ihn mal drauf ansprechen, das er gerne Experimentieren kann, aber uns vorher fragen oder zumindest seinen Kopf einschalten sollte. Hätte auch schief gehen können.

How to: Rechnung falten und versandfertig machen.

von on Mittwoch, 3 März, 2010

Neue ANLEITUNG

Mein momentaner Praktikant stellt sich etwas tollpatschig an und erinnerte mich an einen Praktikanten, den ich vor einigen Monaten mal hatte. Er hatte von mir die Aufgabe bekommen, die ausgedruckten Rechnungen zu falten und versandfertig zu machen. Im Klartext, Rechnung dritteln, mit Adresse zum Sichtfenster in den Umschlag schieben, zu machen, Briefmarke drauf und fertig.

Anscheinend hatte er es nie gelernt und war zu schüchtern nach zu fragen. Denn er viertelte die Rechnungen, also faltete sie einmal längs und einmal quer, stecke dann die Rechnung samt der Briefmarke in den Umschlag und klebte diesen dann zu. Das ist zwar sicher auch eine Methode aber leider eine ohne Erfolgsgarantie ;) .

Der angestrengte Blick

von on Mittwoch, 3 März, 2010

Ich hab ja jetzt schon viele Praktikanten gehabt und alle hatten so ihre Macken. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam, nömlich den angestreckten Blick!

Der Praktikantenarbeitsplatz ist so angeordnet , dass er schräg hinter mir und mit dem Monitorrücken zu mir steht. Den lieben langen Tag höre ich die Praktikanten immer eifrig am Tippen. Man könnte jetzt natürlich meinen, das sie eifrig ihren Arbeiten nachgehen, aber weit gefehlt. Sobald ich aufstehe und mich auf sie zu bewege, um beispielsweise etwas aus dem Regal oder Drucker hinter dem Prakti-platz zu holen, wird das Getippe weniger und er stellt sich ein, DER ANGESTRENGTE BLICK! Es gibt nur zwei Varianten des Blicks, welche aber ein Höchstmaß an Konzentration und Mimikbeherrschung verlangen. Bei der ersten Variante mustert man aufmerksam die Startseite von Google und beobachtet aufmerksam das Blinken des Cursors im Suchfeld. Bei der zweiten Variante blickt man angestrengt auf den Desktop und zählt die Icons oder ließt sich aufmerksam die Namen der Verknüpfungen durch.

Ich war ja auch schon oft Praktikant, aber ich hab mir wenigstens die mühe gemacht, ein glaubwürdiges Surfalibi in Form eines zweiten Browsers mit “Arbeitswebsites” parat zu haben ;)

Verwirrter Anrufer

von on Freitag, 5 Februar, 2010

Heute nahm mein Azubi einen Anruf entgegen. Der Anrufer wollte mit der Geschäftsleitung oder dem Menschen, der für den Einkauf zuständig ist sprechen. Etwas Ratlos gab mir mein Azubi das Telefon und nannte mir den Namen einer Firma. Ich freute mich schon, da ich auf den Anruf der Firma schon etwas länger wartete. Seltsam daran war nur, das mein Azubi sagte, “Firma XY aus irgendwo in Süddeutschland”. Normalerweise sitzt die Firma XY in Leer, naja, vielleicht die Zentrale oder sowas, dachte ich.

Ich nahm das Gespräch an und mein Gesprächspartner legte auch schon los. Er nannte seinen Firmennamen, welcher tatsächlich der Firma XY ähnelte und sagte er hätte unsere Prospekte gelesen. Ich fragte mich, “welche Prospekte?”, aber ich ließ ihn weiter reden. Er merkte an, das er es seltsam fände, dass in “unseren Prospekten ” stehe das wir in der Stadt ‘Liersen’ unseren Firmensitz hätten und er nun in Leer angerufen hatte. Ich ahnte schon ein wenig, wen er eigentlich sprechen wollte und fragte ihn, ob er wissen, bei welcher Firma er angerufen hatte und ob er wüsste, was wir produzieren und anbieten. ” Ja sicher weiss ich das, komisch nur das sie jetzt in Leer sitzen” sagte er und fuhr fort. Da er mir kaum die Chance gab, dazwischen zu reden, lies ich ihn weiter reden.

Er erzählte mir etwas mehr von “unseren Prospekten”, das er mit unserer Qualität zufrieden sei und das er uns nun sein Produkt anbieten wollte. Er wollte uns einen von seiner Firma entwickelten Thermostat anbieten. Nun endlich hatte ich die möglichkeit ihn zu stoppen ;) Ich sagte ihm, das er sicher mit den Heizungsbauern sprechen wolle, die sich leider den selben Firmannamen gegeben hatten wie wir, allerdings im weit entfernten Ort Bisingen ihren Sitz haben und erklärte ihm dann, das wir nichts mit Heizungen zu tun haben sondern alles Mögliche rund um Computer machen :) .

Hurra, nach ca. zehn Minuten war das Missverständniss aufgeklärt :) Ich dachte kurz er sei von der Firma auf die ich wartete (und immernoch warte) und er dachte er wäre bei seiner Heizungsbaufirma. Da sieht man, wozu ähnliche oder gleiche Firmennamen führen können.

Ist es so, das es gleiche Firmennamen geben darf, solange diese sich nicht in der selben Branche befinden ? Muss ja :)

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