Archive for category Arbeit

Dieser scheiß Computer

von on Montag, 28 März, 2011

Kaum ein anderes Gerät wird für die eigene Unfähigkeit so sehr Verantwortlich gemacht, als ein Computer. Wie oft durfte ich mir in meinem Berufsleben schon Sätze anhören wie “Diese Scheißkiste macht doch eh was sie will”, “Ich hau’ den Drecksrechner gleich gegen die Wand, wenn er nicht das macht was ich von ihm will” oder auch gerne “Diese Mistdinger machen nur Probleme”.

Haben Menschen an diese Zauberkisten zu hohe Anforderungen oder wollen sie sich einfach nicht eingestehen, dass sie nur jemanden um Hilfe bitten müssten der sich damit auskennt, damit ihr ‘simples’ Problem gelöst wird?

Vielleicht denken sich die Menschen auch einfach “Dieses Zauberzeug ist so modern, das muss einfach von sich aus funktionieren… Anders kann ich mir folgende Fälle auch nicht erklären.

Fall1:
O-Ton Kundin: “Diese Scheißkiste macht nicht was ich will und dieses Winzip ist scheiße!!
Was war passiert?
Die Kundin wollte eine Datei “zippen”, sie also kompremieren(1). Sie wählte also die zu packende Datei aus, zippte sie und holte die gezippte Datei wieder aus dem Archiv raus und löschte dann dieses Archiv. Kurum: Datei klein, Datei wieder groß, blöder Computer

Fall2:
O-Ton Kunde: “Hier, die Scheiße mit dem WLAN geht nicht. Ich kann die blöde Kiste 1000 Mal neustarten und der Rotz will sich nicht verbinden.
Was war passiert?
Der Kunde hatte sich einen Internetzugang bestellt und dazu einen “normalen” Router ohne Wlan bekommen. Wir haben den Zugang eingerichten und alles so konfiguriert, wie er es wollte. Natürlich haben wir ihm auch gesagt, das wenn er WLAN haben will, er noch ein extra Gerät dazu brauchen würde. Aber das schien er wohl überhört oder vergessen zu haben…

Fall3:
O-Ton Kunde: “Ich will nur eine scheiß Email verschicken und das verdammte Programm will einfach nicht
Was war passiert?
Nach kurzem Hin und Her stellte ich die alles entscheidende Frage “Haben Sie überhaupt eine Emailadresse oder ein Emailkonto konfiguriert bzw angelegt?”. Das darauffolgende “Nein, muss ich das etwa?!” hatte ich mir in dem Moment schon fast gedacht.

Fall4:
O-Ton Kundin: “Sie waren doch jetzt so lange bei uns zu gange und das mit dem Internet geht immernoch nicht!
Was War passiert?
Wir mussten bei einer Kundin einen Telefonanschluss von einem in den anderen Raum umlegen. Aufgrund von verwirrender uralt Weltkriegsverkabelung hatte dies etwas mehr Zeit als üblich in Anspruch genommen. Bei der Auftragsannahme war allerdings keine Rede von einem  Internetanschluss, geschweigedenn gab vorort weder Router noch Modem. Daher musste ich die Frage einfach stellen, “Haben Sie überhaupt einen Internetanschluss?” Antwort: “Nein, braucht man den dazu?”
AAAAAAAAAHHHHH!
Wie musste ich mir das Vorstellen? Die Kundin hat sich vor ihren Rechner gesetzt und hat zum Gerät sowas gesagt wie “Internet! AN!” ???

 

Sodoku-Fax

von on Mittwoch, 23 Februar, 2011

Heute musste ich ein “OKI Fax 160″ unter die Lupe nehmen. Beim Durchstöbern des Faxmenü fiel mir der Punkt “Sodoku” ins Auge. Zuerst dachte ich, es sei irgendeine Abkürzung die ich noch nicht kannte, aber nein. Nachdem man “Sodoku ausgewählt hatte, konnte man noch den Schwierigkeitsgrad und mit oder ohne Lösung wählen. Mit einem Druck auf “OK” kam dann tatsächlich ein Sodokurätzel aus dem Gerät gerattert :D … Wer kommt auf sowas?

Leider hatte ich keine Gelegenheit ein Bild davon zu machen. Schaut man allerdings auf der Herstelerseite, hier, so findet man ganz unten unter den Spezifikationen “Ausdruck von Sodoku Puzzles”. Nochmal, WER kommt auf sowas und wie bringt man sowas wohl in einem Beratungs/Verkaufsgespräch ein?

Misery Bear Goes to Work

von on Samstag, 19 Februar, 2011

Um einen alten weisen Mann zu zitieren, “Es gibt Tage, da frisst man den Bären und Tage, da wird man vom Bären gefressen.”. ‘…und manchmal ist man der Bär’, würde ich sagen, wenn ich das Video so mit meinem Arbeitsleben vergleiche.

Kunde: Telekom, Leitungsprobleme

von on Donnerstag, 18 November, 2010

Beruflich habe ich sehr viel mit der Telekom zu tun. So viel, das ich die Wartemusik der Dienstleitungstelefonhilfe (Neudeutsch Servicehotline) mit pfeifen und nicht mehr hören kann!

Meine Kunden hatten vor Kurzem DSL beantragt und dieses auch freigeschaltet bekommen. Sie beauftragte uns, den Router und ihren Rechner so zu konfigurieren, dass diese sich per DSL mit dem Internet verbinden. Normalerweise nichts leichter als das. Blöderweise wollte sich die gemietete Hardware der Telekom, ja, Router muss man mittlerweile Mieten, einfach nicht synchronisieren. Nachdem wir die Dose geprüft, den Router gegen eine Fritzbox getauscht und Splitter ausgetauscht hatten, tat sich immer noch nichts.

Letztes Mittel: Die Telekom Hotline, 0800 330 2000.
Nach zehn Minuten Quälerei durch die endlos nervige Musik, versuchte ich insgesamt mit drei Telefonen jemanden von der Störungsstelle zu erreichen. Mehrere Telefone = Höhere Chance jemanden zu erreichen. Simpel.
Es hat lediglich 22 Minuten gedauert bis eine gelangweilte Frau sich meldete. Hey, nur 22 Minuten, nachdem ich gewöhnlich immer 40 Minuten warte, um dann automatisch aus der Leitung gekickt zu werden.
Nun denn, nachdem sie mir nochmal sagte, was ich bereits wusste und ihr schon erzählt hatte, schlug sie einen Neustart der Technik vor.
So ein Neustart, auch ‘Linereset‘ genannt, ist normalerweise das Allheilmittel. Normalerweise, wenn er denn gemacht wird.

Die Telekomdame schlug mir also einen Linereset vor und wollte mich nach eben diesem wider anrufen. Bei einem Linereset wird kurzzeitig die Leitung unterbrochen weshalb wir nicht hätten weitertelefonieren können.
Seltsamerweise haben wir aber weitertelefoniert, da ich nach ihrer Verabschiedung nicht aufgelegt habe sondern weiter in der Leitung geblieben bin. Sie dachte wohl ich hätte aufgelegt und hat ihr Headset abgenommen. Doof nur das ich mitbekommen habe was sie dann zu ihrer Kollegin sagte, nämlich: “…so der glaubt jetzt das ich irgendwas an der Technik mache… wollen wa eine roochen jehen?….“.
Die Tatsache, das ich weiterhin in der Leitung bleiben konnte, bis sie wieder an ihrem Arbeitsplatz war, bestätigt, das sie nichts veranlasst hat, da die Leitung ja eigentlich hätte unterbrochen werden müssen.

Als sie wieder an ihrem Arbeitsplatz war hörte ich wie sie das Headset wieder aufsetze, wohl bemerkte das die Leitung zu mir immer noch bestand und ich noch dran war. Mit einem “Oh..!” trennte sie schließlich die Verbindung um mich umgehen wieder anzurufen.

Jetzt kam das was ich schon erwartet hatte, sie sagte:”…ja da kann ich dann von hier auch nichts machen, muss ich einen Techniker rausschicken“.
Die Sache mit dem Techniker höre ich gar nicht gerne, weil ich schon viel zu oft erlebt habe, das ein Fehler definitiv bei der Telekom lag, der Techniker es aber so gedreht hat, das die Kundenhardware schuld wäre, um anschließend eine gesalzene Telekomrechnung zu schreiben. Natürlich kann man vieles unterstellen, aber alleine durch die  Tatsache das der Linereset auf so dubiose Weise nicht durchgeführt wurde und dann gleich mit einem Techniker ‘gedroht‘ wird, klingt das alles sehr unseriös und sehr nach ‘Arbeitsbeschaffung‘.

Und einmal mehr bleibt einem wieder ein Gedanke im Kopf hänge, “Scheiß Telekom“.

Klimatisierte Serverräume

von on Montag, 15 November, 2010

Heute sollte man es als gängigen Standard verstehen, das Serverräume klimatisiert sind. Die Klimaanlage sorgt dafür, das die Raumtemperatur immer auf einem voreingestellten Level gehalten wird und somit die Tag und Nacht laufenden Rechner mit Kühler Luft versorgt werden. Durch die Versorgung mit “frischer Luft” erhöht sich die Lebensdauer der Rechner und sie behalten einen “kühlen Kopf”, um dauerhaft ihre vollständige Rechenleistung zur Verfügung stellen zu können.

Einem unserer Kunden, welcher mehrere Server in einem kleinen Raum betreibt, haben wir geraten, seinen Serverraum Klimatisieren zu lassen. Direkt nach unserer Empfehlung wurden Handwerker beauftragt, die ein leistungsstarkes Klimagerät im besagten Serverraum installierten.

Einige Tage später mussten wir wieder zu dem Kunden um an einem der Server eine Reihe von Veränderungen durchzuführen und Updates einzuspielen. Nun saßen mein Azubi und ich da, in der ‘Eiseskälte‘ von 15 Grad und bekamen dauerhaft eisigkalte Luft in den Nacken geblasen (Windchill). Nachdem “Jacke anziehen” auch nur wenig gegen die Kälte brachte und wir noch sicher einige Stunden beschäftigt waren und nicht als Eisklumpen aufgefunden werden wollten, beschlossen wir beherzt zur Fernbedienung für die Klimaanlage zu greifen und diese für den Moment unserer weiteren Arbeit abzuschalten.

©Sauer/Distr. Bulls

©Sauer/Distr. Bulls

Nachdem wir unsere Arbeiten abgeschlossen hatten, aktivierten wir das Klimagerät wieder und warteten kurz ab, ob es sich einschaltete und sich wieder auf de gewünschte Temperaur regelte. Alles schien so weit in Ordnung, also meldeten wir uns bei der Firma ab und machten uns auf den Weg ins Hauptquatier.

Feierabend. Zuhause schaute ich mal wieder bei nichtlustig.de vorbei und stolperte über den oben gezeigten Cartoon. Er erinnerte mich irgendwie an den abgeschlossenen Arbeitstag. Besonders jedoch am darauffolgenden Tag, als ich den Anruf bekam, ob wir irgendwas an der Klimaanlage verstellt hätten, denn diese habe die ganze Nacht über auf 29°C gestanden und den kleinen Serverraum in eine Anfängersauna verwandelt :D . Da musste ich dann doch laut lachen, weil mir sofort der Cartoon durch den Kopf schoss :D .

Natürlich hatten wir nichts an der Anlage gemacht. Es stellte sich aber herraus, das sie etwas seltsam von der Firma die sie aufgestellt hatte programmiert wurde ;)

Vielen Dank an Jan Taussig für die Genehmigung der Verwendung des NichtLustig Cartoons von Sauer/Distr. Bulls

Kunde: Das kann ja gar nicht

von on Donnerstag, 4 November, 2010

Gerade rief mich eine Frau an.
Ihr Problem bestand darin, das es für sie nach Eingabe des frisch gekauften Lizenzschlüssels ihrer Antiviren-Software, nicht möglich war diese zu aktivieren. Jedes Mal wenn sie diese (Zitat) “verflucht lange Nummer” eingegeben und alle weiteren benötigten Daten eingegeben hatte und diese bestätigte, sagte das Programm “Lizenzschlüssel inkorrekt”. Nachdem ich diesen vorgang mehrfach mit ihr durchging, machte ich den vorsclag, mich auf ihren Rechner aufzuschalten und mir das Problem einmal genauer anzusehen. Gesagt getan.

Leider gehört dieser Mensch zu jenen, die nicht verstehen wollen , das sie ihre Maus in Ruhe lassen sollen wenn sich jemand per Remote zur Hilfe aufgeschaltet hat. Es war ein echter Kampf umd die Maus, denn jedes Mal wenn ich mir irgendwas anschauen wollte zog sie die Maus weg um zum Beispiel ihr Emailprogramm oder um Ebay aufzurufen. GRRRR. Mit freundlichem Nachdruck überzeugte ich sie schliesslich doch noch, das ich gerade die Eingabegeräte benötigte um ihr helfen zu können.

Der Aktivierungsvorgang lief genau so ab wie zuvor schon per Telefon durchgesprochen. Der Lizenzschlüssel wollte allem anschein nicht richtig sein. Ich ließ ihn mir nochmal vorlesen und ahnte schon etwas. Sie sagte, “bei den Nullen sind da Striche durch.. das heisst ja dann, dass das ‘Os’ sind…im Datum stehen zwar bei 2Ø1Ø die Nullen auch mit einem Strich durch… aber das kann ja gar nicht sein.. dann wären das ja ‘Os’…haha…”

Ich versuchte sie davon zu überzeugen, das es sehr gängig sei, bei Lizenschlüsseln die aus Buchstaben und Zahlen bestehen eine Null immer mit einem Strich durch (Ø) zu schreiben, um so eine Verwechselung mit dem Buchstaben “O” auszuschliessen. Ihre Antwort war “..haha..das kann ja gar nicht…”. Im selben Zug tauschte ich die zwei sich im Lizenzschlüssel befindlichen und vermeindlichen Os gegen Nullen aus und oh Wunder, die Software konnte aktiviert werden.

Sie war ganz baff, das es jetzt funktionierte, bedankte sich und schloss das Telefonat ab mit “…aber eigentlich kann das ja nicht…”. AAAAAAAAAARRRRGH

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