Wacken Sucks Seaside 2009
Was habe ich mich gefreut, nachdem das Mutter-Wacken so asig geworden ist, das wir ein kleines Wacken gleich “nebenan” bekommen haben.
Am Wacken Rocks Seaside 2008 gab es wirklich nichts aus zu setzen. Gut, die Secruity war vielleicht etwas Grün hinter den Ohren, aber das war es auch schon. Es gab keinen Stress, keine Idioten auf dem Campground und das Wetter hat auch noch mitgespielt (natürlich ein Punkt, den man nicht beeinflussen kann
). Dieses Jahr war das Alles irgendwie anders.
Im Gegesatz zum letzten Jahr befanden sich die Campingfläche ca. zwei Km vom Festivalgelände weg. Auf meine Nachfrage hin erhielt ich die Antwort, das es organisatorisch nicht anders möglich war. Heute lese ich in der Zeotung das sich die Anwohner beim letztem Mal beschwert hätten. Meines Erachtens ist das Quatsch. Letztes Jahr lag der Campingplatz fast direkt hinter den Bühnen, würde also heissen, dass die Anwohner von einem leisen Campingplatz, nicht aber von 2 lauten Bühnen genervt waren? Meine Theorie ist eher die, dass sich die Wackenleute ordentlich verschätzt haben und sich diesen Fehler nicht eingestehen wollen. Was letztes Jahr noch Festival- und Campingfläche war, war dieses Mal eine große Festivalfläche. Scheinbar wollte man für den enormen Besucheransturm bereit sein. Meines Erachtens vollkommen überdimensioniert, denn selbst bei Bands wie Volbeat und Slayer hätte man alle Besucher noch Drei Mal vor die Bühne stellen können.
Ordnung sollte sein, auch auf einem Campingplatz. Beim befahren der Campingflächen ging bereits das erste Chaos los. Letztes Jahr fuhr man zum Eigang und ein Ordner kam zum Wagen, um einem nach Vorzeigen der Tickets ein vorläufiges Bändchen und ein paar Informationsbroschüren zu geben. Dieses Mal musste man seinen Wagen vor dem Eingang stehen lassen und zu einem Kassenhäuschen laufen, um sich nach Bezahlung von 10€ das vorläufige Bändchen, einen Müllsack und eine vergoldete Pfandmünze ab zu holen. Diese Handhabung verursachte direkt mal einen großen Stau vor dem Eingang und verstopfte die Zufahrtsstraßen. Kennt man irgendwo her.
Auf meine Frage, ob man am Auto campen könne wurde mir nur lustlos gesagt, dass ich schauen soll ob bei den Wohnmobilen noch was frei sei, dann könne ich mich da hin stellen. Na die Wohnmobilfahrer hätten mir was erzählt. Nach dem ebenfalls lustlosen Einweisen eines anderen Ordners offenbarte sich das nächste Chaos. Letztes Jahr und selbst auf dem Großen Wacken, haben es die Menschen es auf die Kette bekommen, ihre Zelte nicht direkt im Camp-Eingang auf zu bauen und die Wege frei zu halten. Von Ordnern keine Spur und Wildcampen hatte eine neue Bedeutung bekommen. Um unsere Sachen von den Autos zu einer freie Fläche zu bekommen, war schon etwas Geschick von Nöten. Hier ein Zelt, da ein Zelt und ab und zu gepöbel ” Lauft nucht durch unser Wohnzimmer. Wenn ihr so einen Sauhaufen als euer Wohnzimmer bezeichnet na dann Mahlzeit.
Der Campingplatz sah bereits nach dem ersten Tag schlimmer aus, als es auf dem Mutter-Wacken hätte aussehen können. Um uns herrum Campierten viele, von denen ich nur gedacht habe, wie sie es ohne einen Erziehungsberechtigten aufs Gelände geschafft haben. Achja richtig, die Bändchenkontrollen wurden irgendwann ja ganz gelassen, so dass jeder aufs Gelände konnte. Diese kleinen Besucher benahmen sich natürlich so, wie man es von einem 16 Jährigen auf seinem ersten oder zweitem Festival erwarten konnte. Ich habe für das Campingticket (vielleicht) bezahlt, also darf ich mich wie die Sau benehmen, alles was ich will kaputt machen und so viele Leute wie möglich anpöbeln, weil es ja so witzig ist.
Apropos Kaputtmachen. VIELEN DANK AN DAS ARSCHLOCH, welches es witzig fand, meinen Flaggenmast kaputt zu machen. Ich hätte dich zu gerne erwischt, denn ich bin mir sicher das es dir auch nicht gefallen würde, wenn man deine Sachen, für die du Geld bezahlt hast kaputt machen wurde. Wenigsten hattest du so viel Ehre oder Schiss im Leib das du meine Flagge weder geklaut noch Kaputt gemacht hast. Am nächsten Morgen habe ich deswegen von Vielen zu hören bekommen, dass ihr Weg vom Eingang bis zu Ihren Zelten länger gedauert habe, da mein Mast als Orientierungspunkt im Chaos fehlte, und natürlich auch deren Bedauern über diesen Vandalismus. Apropos Orientierung, nicht nur das es kaum freigehaltene (RETTUNGS!-)Wege gab, es gab, sobald es dunkel wurde, auch kein Licht. Es war keine Freude, in der Dunkelheit über Zeltschnurstolperfallen oder Zerkloppte Pavillions zu fallen.
Die mutwilige Zerstörung des Masts hat mich derart angepisst, das ich von diesem Festival die Schnauze voll hatte und wir uns entschlossen haben am Sonntag Morgen direkt auf zu brechen. Zum Festival kann ich nur sagen, “Wo Wacken drauf steht, ist auch Wacken drinne”. Ich hatte gehofft, dass es auf einem bedeutend kleinerem “Wacken” so zugehen kann, wie auf einem normalen Festival. Leider glaube ich, das die Leute denken, dass wenn Wacken dran steht, man sich auch so zu benehmen hat. Weiter glaube ich auch, dass die Wackenorga eher weiterhin nur Interesse am Geldverdienen hat und nicht die Chance nutzen will, das völlig aus dem Ruder gelaufene Mutterfestival woanders ohne die Organisationfehler, die man gemacht hat, neu auf zu bauen. Ich da so die befürchtung, dass das Seaside eine weitere Kuhwiese wird, auf der man Langhaarige züchtet, um später ihr Geld zu melken.
Die Guten Dinge dir mir aufgefallen sind möchte ich natürlich auch nicht verheimlichen. Zum einen waren die Toiletten mehr als ok und zum Anderen war die Secruityfirma super. Leider war es das auch schon wieder.
Natürlich werde ich weiterhin Festivals besuchen. Nur wenn Wacken dran steht oder ICS irgendetwas damit zu tun hat, werde ich einen Bogen drum machen. Sie müssen schon verflucht gute Argumente haben, um mich nochmal wieder zu sehen.
Tja, Wacken ist mittlerweile eine Marke – und diese Marke steht für: “Hey, ich hab im TV gesehen, dass man da nur Mist machen kann und auf niemanden Rücksicht nehmen muss!”