Telekom. Erleben, was verbindet
Wohl eher “Erleben, wenn mal jemand verbindet”.
Seit zwei Wochen haben wir massive Probleme mit unserem Telefonanschluss in der Firma. Was macht man da? Genau, so lange die zum Glück kostenfreien ‘Service’-Nummern der Telekom anrufen, bis was passiert. Genau das habe ich 2 Wochen lang gemacht. Jeden Tag änderte sich die Kombination aus “Telefon geht nicht raus”, “telefon geht nicht rein”, “Internetverbindung kött”, “gar Nichts” und “Alles auf einmal”. Heute war es “Alles auf einmal”.
Auf in die Warteschleife!
Nachdem ich mich bei dem Telefonbot für drei gelbe Bananen anstatt der Störungsstelle entschieden hatte, wurde ich in der mir sehr bekannte Wartemusik geparkt. Ab und zu wurde mir versprochen, dass der nächste freie Mitarbeiter schon für mich reserviert sei. AM ARSCH! Nach 15 Minuten des Wartens, teilte mir die Obstverkäuferin mit, “…alle Mitarbeiter sind gerade in einem Kundengespräch…probieren sie es bitte später noch ein mal…tut tut tut tut“. Super, aus der Leitung geworfen. Wie konnte ich auch so naiv sein und glauben, das irgendwo am Arsch der Welt jemand für mich reserviert sei.
Ich habe dieses Spielchen 3,5 Stunden lang mitgemacht. 3,5 Stunden meines Lebens, die ich, auch wenn ich sie nutzlos verplemmpern würde, gerne zurück hätte! Säcke! Um eine höhere Erfolgschance zu haben, habe ich bei der Angabe des gestörten Anschluss sogar andere Vorwahlen von Großstädten genommen und mit zwei Handys gleichzeitig angerufen. Hat die Erfolgschance leider nicht erhöht
. Nachdem ich die gefühlte hundertste Service-Nummer durch hatte, hatte ich endlich Glück. Die elektronische Obstverkäuferin wollte für eine Voranalyse die Nummer des gestörten Anschluss haben. JAAAA!, wenigstens etwas.” Biep Biep klack brrr zzzt plopp… Die Voranalyse hat ergeben, das es in Ihrer Region erhebliche Störu… Mein Name ist ‘unverständlich nuschel’, wie kann ich Ihnen helfen?”
Ich hatte die elektronische Stimme schon lieb gewonnen und hätte gerne die Informationen über die Störungen zu ende gehört. Aber leider musste sich eine schlecht gelaunte und nuschelde Callcenter-Tuse zwischen uns werfen. Nachdem ich ein Mal mehr die gestörte Telefonnummer durchgab, sollte ich mich noch anhand der Kundennummer ‘ausweisen’. Ich muss dazu sagen , dass ich schon längst auf Kundentour war, weil ich noch andere Dinge zu tun habe, als doof rum zu sitzen und auf genervte Callcenter-Mitarbeiterinnen zu warten. Genau so habe ich das auch Frau Nuschel gesagt. Damit war die Authentifizierung schnell abgeschlossen und es konnte weiter gehen.
“Sie haben ja gar keinen Anschluss bei uns…weder Telefon noch DSL…” . Da wurde ich schon etwas sauer und fragte, von wem wir dann jeden Monat eine Rechnung bekommen und an wen wir jeden Monat Geld bezahlen, wenn wir gar keinen doch Anschluss haben. Plötzlich war der Anschluss dann doch gefunden. Meine nächste Fragen lauteten, ob Störungen in der Region bekannt seien und wieso seit zwei Wochen nichts passiert.
“…also ich habe hier keine Störungen aufgelistet …”
Klar, die halbe Straße ist inzwischen ohne Telefon und niemand hat sich gemeldet…
“...wieso denn seit zwee Wochn? wartense mal… das letzte Ticket von Ihnen ist vom 16.05.09 und da ging es um einen neuen Splitter”
Hier kommen wir nun zu einem, meiner Meinung nach sehr geschickten Schachzug der Telekom. In ihren AGB steht, das das Problem 24 Stunden nach Eingehen des Tickets behoben sein muss. Das Ticket gilt als abgeschlossen sobald der beauftragte Techniker dies beim Kunden gemeldet hat Sollte das nicht passieren, hat man Anspruch auf Schadensersatz oder sonst was. Wenn ein Kunde mehrfach wegen ein und dem selben Problem anruft, lässt man einfach die Tickets verschwinden oder schreibt erst gar keine, um zu verhindern, dass der Kunde seinen Anspruch geltend machen könnte. Aber das sind nur Vermutungen meinerseits und keines Falls bewiesenen Tatsachen
Die ach so freundliche und überhaupt nicht genervte Frau nahm dann ein neues Ticket auf, dessen Status ich, wenn es denn mal funktionierte, Online verfolgen konnte. 24 Stunden, die Zeit läuft. Der Schaden an den Leitungen war so groß, dass diese nicht innerhalb der Frißt behoben werden konnten. Klasse. Zum Glück war unser Anschluss ca.30 Stunden endlich wieder funktionsfähig. Und zum Glück hat sich bis heute niemand gemeldet, um zu verkünden das alles wieder im Lot ist. Leider habe ich bis jetzt nur wenig darüber herrausfinden können, wie man seinen Schadensersatzanspruch geltend machen kann und was man fordern bzw. bekommen kann.
Viele sagen in einer solchen Situation “… da würde ich ja den Anbieter wechseln”. Dazu sage ich nur, macht das ruhig. Ihr werdet sehen, so mistig das auch ist, dass die Telekom leider das kleinere Übel ist. 1&1 waren einmal großartig, bis sie angefangen haben, alles und jeden auf zu kaufen und genau so ein Laden wie die Telekom zu werden, in dem der eine nicht weiss, was der andere tut.
Aber es ist und bleibt eine große Frechheit und besonders eine Geschäftsschädigung, eine Firma zwei Wochen ohne Anschluss auf dem trockenen sitzen zu lassen und dann auch noch zu behaupten, dass in dieser Zeit keine Störungen bekannt gewesen seien oder sich jemals jemand gemeldet hätte.
[Ich habe mir das Bild von Viralseeds.de 'ausgeliehen'. Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, Bjoern Ognibeni zu kontaktieren und zu fragen. Solltes du, Bjoern Ognibeni, nicht damit einverstanden sein, dass ich das Bild nutze, setze dich bitte mit mir in Verbindung.]

Tja, wir sind bei Versatel und zufrieden. Aber das ist für mich auch praktisch, denn genaugenommen ist mein Nachbar der Kunde und nicht ich und so lange mein Nachbar der Kunde ist und die Mist bauen, bekommt er den Ärger von mir. Da brauche ich keine Hotline und nix, sondern steh einfach bei ihm auf der Matte und sag “Warum geht das wieder nicht?”
Ich finde das nicht gut, dass du mein Bild verwendet hast.
Ich finde es nicht gut, dass Minzbert andere Namen zur Falschaussage verwendet
Ich finde es gut, dass Du sein Bild verwendet hast.
Ich finde es gut, dass Kaio erkannt hat, dass ich es war, denn es war ja sehr schwer zu erkennen